Welt-Aids-Tag

Der Welt-Aids-Tag wird jährlich seit 1988 organisiert. Zunächst durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), seit 1996 durch die UNAIDS, ein Projekt der Vereinten Nationen mit dem Ziel, die verschiedenen HIV/Aids-Pandemie Aktivitäten einzelner Ländern im Kampf gegen Aids zu koordinieren. Seit dem Jahr 2003 sind die Hauptträger des Welt-Aids-Tages die

Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BzGA)

Deutsche Aids-Hilfe (DAH)

Deutsche AIDS-Stiftung (DAS)

die jedes Jahr an diesem Tag unter einem bestimmten Motto eine Kampagne organisieren. Seit 1988 finden die Kampagnen unter einem wechselnden Motto statt (siehe Kasten).

Öffentlichkeits- und medienwirksam sollen es die Kampagnen HIV-positiven und an Aids erkrankten Menschen ermöglichen, ein Leben ohne Ausgrenzung und Diskriminierung führen zu können, indem

  • HIV und Aids in der öffentlichen Diskussion gehalten wird
  • die Ausgrenzung und Diskrimierung sichtbar gemacht wird
  • Lösungsansätze für ein Zusammenleben aufgezeigt werden
  • Aufklärungsarbeit geleistet
  • und zum Nachdenken und miteinander Reden angeregt wird

Am 1. Dezember ist somit jeder von uns, d.h. sowohl HIV-Positive als auch HIV-Negative und Ungetestete aufgerufen, solidarische ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung zu setzen, indem er sich informiert, die Gelegenheit des Tages dazu nutzt, mit anderen darüber zu sprechen, die Rote Schleife zu tragen, sich ehrenamtlich engagiert oder Geld spendet.

Seit dem Jahr 2012 liegt der Schwerpunkt der Kampagne auf „HIV im Arbeitsleben“. Viele HIV-Positive und Aids-kranke Menschen stehen nach wie vor oder trotzdem im Arbeitsleben und sind in der Lage genauso viel zu leisten wie ihre Arbeitskollegen. Falls jedoch ihre Infektion bekannt wird sind sie Diskriminierung, Ausgrenzung und Mobbing ausgesetzt, da viele Menschen noch immer befürchten, sich im alltäglichen Umgang anstecken zu können. Durch den Themenschwerpunkt „HIV im Erwerbsleben“ werden nun auch gezielt Unternehmen, Institutionen und Verbände als Kooperationspartner gesucht, die durch Auslegen von Informationsmaterialien oder Aktionen auf die Problematik auch innerhalb ihrer Einrichtung aufmerksam machen.

Die Kampagnen sollen auch die große Vielfalt eines Lebens mit HIV und Aids zum Ausdruck bringen. Dazu stellen sich seit einigen Jahren HIV-positive Menschen mit ihrer je eigenen Lebensgeschichte vor. Seit 2013 werden sie dabei solidarisch durch eine Person aus ihrem Leben unterstützt (z.B. einen Freund oder Lebenspartner, Familienangehörige, Arbeitskolleginnen oder Kollegen, oder einer bekannten Person des öffentlichen Lebens, wie z.B. in diesem Jahr die Sängerin Sarah Connor).

Es ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig. Die einzelnen Aids-Hilfen wie auch die Aids-Hilfe Mainz beteiligen sich jedes Jahr daran, diese Arbeit zu leisten und HIV und Aids als Thema in der Öffentlichkeit wach zu halten.

 

 

© Aids-Hilfe Mainz e.V. - 2017

Mönchstrasse 17
55130, Mainz

  06131-222275   kontakt@aidshilfemainz.de

Spenden nach oben